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Die Bedeutung von Ruhestätten

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Die Ansprache an die jüdische Gemeinde der Stadt Amberg und später die von München.

Seid gegrüßt, meine lieben und treuen Gemeindemitglieder.

Was haltet Ihr von unserem jüdischen Friedhof? Gefällt er ihnen? Gefällt Ihnen zum Beispiel der ein und derselbe Schnitt auf dem Stein (die letzten 20 Gräber)? Die Anzahl und die Gleichheit der Schriftzüge? Und zwar: zwei hebräische Buchstaben (streng über dem Davidstern), die „hier liegt begraben“ bedeuten; unter ihnen stehen in Hebräisch der Name und das Datum; weiter unten der Name und das Datum auf Latein; und zum Schluss 5 jüdische Buchstaben – „Möge seine Seele zum Knoten des Lebens gebunden werden“? Kein einziger neuer Grabstein hat ein Bild. Immer ein Stein von derselben Größe und der dazugehörige Rahmen für Erde oder Steine, als einziger Platz für Kreativität. Dafür aber, als ständiger Vorteil für unsere Gemeinde – ein guter Rabatt beim Steinmetz für die sich wiederholenden Schablonen. Mit anderen Worten, kosten die Änderungen zusätzlich.

Vielleicht bleiben wir stehen und denken darüber nach, ob wir die alten Gewohnheiten des kollektiven Denkens unserer ehrenvollen Vorgänger wiederholen wollen oder nicht?! Denken wir über das Thema nach: wird sich die Sorge und Geldinvestition in bereits verstorbene bezahlt machen oder wieder nicht? Und sollte man sich über das ästhetische Gefühl für schönes innerhalb des jüdischen Friedhofs Sorgen machen oder… nicht?

TorarolleNun denn! Nachdem ich die Thora mehrere Male komplett gelesen habe und mich für Kabbala interessiert habe, habe ich dort keine kategorischen Behauptungen und Beweise dafür gefunden, dass es kein Leben nach dem Tod gibt. In diesen Büchern steht darüber nahezu nichts. Es sieht so aus, als ob im Altertum jemand mit Gewalt diese Information aus den religiösen Büchern ausgeschnitten hat. Deshalb kann ich den Rabbis nicht zustimmen, die nicht an das Leben nach dem Tod glauben. Im Gegenteil! Lebensbestätigendes Judentum blickt ziemlich interessant auf den Tod. Es denkt, dass die Ursache dafür die Sünde sei, aber der Tod sühnt die Sünde und bereitet den Menschen auf das Gericht vor und auch darauf, am Leben des nächsten Jahrhunderts teilzunehmen, am Ende der Zeiten aus den Toten aufzustehen. Das individuelle menschliche Leben wird nicht mit dem Tod beendet, genauso wie der Weg des Heiligen Israels nicht mit der Vertreibung endet (Zitat aus der Thora). Übrigens, achten Sie darauf, dass diese Aussagen einen zusätzlichen tieferen Sinn haben: - „wer nicht sündigt, altert nicht“. Und ich möchte bemerken, dass man auch in den Gedanken sündigen und sich dabei von innen heraus zerstören kann.

Denken Sie über Kabbala (das magische Buch der Juden) nach! Das universelle Gesetz des Universums besagt: die Lebenskraft jedes Wesens kommt dahin, wohin es den Fokus seiner gesammelten Beobachtung", "den Fokus der unverwandten (konzentrierten) Aufmerksamkeit" richtet. Mit anderen Worten fängt das, worauf wir achten, was wir fühlen, sehen oder worüber wir denken, sich unter der Einwirkung der in ihn einfließenden unserer persönlichen psychischen Kraft zu verändern. Wenn jemand die Kabbala gelesen hat, wird er oder sie mich verstehen, dass deren ganzen Magie auf diesem Gesetz beruht, sowie eine Großzahl an esoterischen (geheimen) Techniken.

Moderne geistige Strömungen behaupten, dass Aufmerksamkeit geladene Mikroteilchen, genau genommen, deren Bewegung, deren Transformation ist. Jede Kostbarkeit wird durch die Konzentration von zwei Werten bestimmt: Aufmerksamkeit-Kraft und Information (Schema, Muster). Alles ist darauf aufgebaut. Das ist das wertvollste Produkt im Universum (siehe Bücher von Oris). Deshalb bekommt der Künstler – Schöpfer eines Denkmals – höchstwahrscheinlich 10% der Aufmerksamkeit, der Vermieter zum Beispiel 20%, wer das Grab pflegt, ist auch unklar. Der Grabstein-Rahmen wird als Speicher benutzt, und der Grabstein als eine Antenne zu anderen Welten, wo sich die Seele des Verstorbenen befindet, und die restlichen Prozente gehen an sie über.

Hier ist ein Beispiel für Sie:

Wir stehen vor dem Grab und denken über den vor kurzem verstorbenen nach. Wenn wir über ihn nachdenken und parallel dazu Angst oder Liebe, Leid oder Glück, Trauer oder Freude empfinden, dann stören wir entweder oder helfen ihm mit unserer Aufmerksamkeit. Deshalb denke ich, wenn man traurig und monoton über verstorbene Verwandte denkt (und dieser Zustand wird leicht von den Umgebung aufgezwängt), fügen wir nicht nur ihnen Schaden zu, indem wir deren Weg nach oben erschweren, sondern auch uns, indem wir die Kraft des eigenen Denkens und die Anziehung der entsprechenden Ereignisse in das alltägliche Leben durch die Magie der Gedanken unterschätzen.

Jüdenschrift Um bewusster zu sein, empfehle ich es uns allen, meine lieben Juden, sich etwas öfter die Frage zu stellen: hat das, was wir in diesem Moment tun, einen Sinn oder nicht. Zum Beispiel, gibt es etwa Sinn in den hebräischen Zeilen, wenn seine Verwandte, unter besonderen Umständen, das Geschriebene gar nicht verstehen? Reicht ein sechszackiger Stern nicht als Kennzeichnung dafür, dass hier ein Jude begraben ist, aus?!

Schauen Sie sich beispielsweise die Fotos anderer Friedhöfe und Grabmäler an, die ich aus dem Internet kopiert habe.

Achten Sie bitte beim Anschauen auf die Größe der Denkmäler. Wahrscheinlich wissen viele, dass sie der Regel entsprechen, die von einem der Rabbis des Altertums stammt. Er war der Meinung, dass vor dem Angesicht des Gottes alle gleich sind und deshalb ist unfair, wenn ein Reicher sich eine riesige Grabkammer erbaut, damit die Armen neidisch werden. Diese Regel erschuf die Tendenz, vor allem unter den orthodoxen Juden, einfache und strenge Grabsteine zu erschaffen (mit unterschiedlichen poetischen Texten und Ornamenten). Nur bei sehr wenigen jüdischen Friedhöfen überschreitet  die Höhe der Grabsteine zwei Meter (Foto beigefügt). Deshalb hat jeder von uns die Freiheit, die Größe des Denkmals auszusuchen (bis zu den vorher besprochenen Grenzen).

Was die Finanzen angeht, so müsst ihr euch keine Sorgen machen, meine lieben Juden. Zusätzliche Buchstaben kosten beim Steinmetz nicht viel (ein Buchstabe ca. 10 Euro). Passende Bilder zwischen 150 und 170 Euro. Die passende Steinfarbe, Rauheit, Größen usw. können etwas teurer sein, als der Standard, den wir schon haben.

Geld ist meistens eines der billigsten Mittel zum Energietausch. Mit anderen Dingen zu bezahlen – mit unserer mentaler und physischen Gesundheit, Zeit, psychischem Zustand usw. – ist oft weitaus schwieriger. Und vor den universellen Gesetzen der Harmonie und des Gleichgewichts können wir uns nicht verstecken. Ich habe dies bereits tausend Mal an eigenem Beispiel bewiesen.

RabbinerÜbrigens, ich bin nicht ganz mit dem Rabbi und der oben genannten Regel einverstanden. Ich bin der Meinung, dass ein großer materieller Reichtum keiner unverdient bekommt. Viel Geld ist nicht das Zeichen für die Gier des Menschen (obwohl diese Fälle auch zulässig und oft sind), sondern ein Anzeichen für seine Stärke, Selbstkontrolle, gesammelte Lebensweisheit, Wissen, göttliche Liebe usw. Ich persönlich bin empört, dass die heutigen Rabbis nicht schlauer sind, als die altertümlichen und bis heute die wahre Bedeutung des Begräbnis-Rituals nicht verstanden haben! Selbst die Zeile „Möge seine Seele zum Knoten des Lebens gebunden werden“ ist ein karmisches erbrechen gegenüber der verstorbenen Seele. Die Worte „Möge er in der Ewigkeit bewahrt werden“ entsprechen viel mehr den Aufgaben und dem Sinn des Rituals. Dasselbe betrifft auch die Beschneidung der Jungen am achten Tag (an dem Tag darf es nicht gemacht werden).

Alles ändert sich, nichts bleibt am selben Ort stehen. Ich bin mir sicher, dass es mittlerweile viel bessere Anpassungen an die Umwelt gibt, als die früher gefundenen. Rabbis! Ihr seid doch dafür verantwortlich, dass die Juden in ihrer geistigen Entwicklung nicht hinterher hängen bleiben!

Sagt! Gibt es etwa etwas Schlimmes daran, dass wir auf dem Grabmal meines Opas, der für uns wie die Sonne war und in Sotchi geboren wurde, ein Bild der Sonne, der Wolken und Möwen platzieren werden (Bild beigefügt)? Würden wir der Seele des Verstorbenen damit etwa nicht helfen? Ich würde gerne den Grund für Ihre Absage wissen!

Bis zum heutigen Tage war ich dem vorherigen Vorstand für die Mühe dankbar, die er in die Verbesserung und den Design unserer Synagoge investiert hat. Ihre Energetik hilft deswegen der Wiederherstellung der menschlichen Psyche.

Deshalb schlage ich vor, sich die Variante anzusehen, die bereits aufgestellten Grabsteine zu verschönern (etwas dazu malen), sowie bitte ich um die Erlaubnis, in russischer Schrift zu schreiben, mit Ausnahme einiger Zeilen in Hebräisch, inklusive der letzten fünf Buchstaben (ähnliche Fotos der Denkmäler sind beigefügt). Als Architektor und Designer für diesen Fall schlage ich unsere Künstlerin vor. Ich ehre sie als einen guten Schlussredaktor mit gut ausgeprägtem künstlerischem Geschmack.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und möge die Weisheit mit Ihnen sein.

Alexander Makarov (Mitglied der jüdischen Gemeinde seit 1996),

Amberg, den 18.05.2014

P.S. Der Gott gibt keine unüberwindbaren Aufgaben. Wenn jemand kein Geld für einen Grabstein hat, dann ist dies auch nicht notwendig.

Mülleimer Korrespondenz mit München.

 

Sehr geehrtes Rabbinat der JKG-München,

ich schreibe Ihnen im Auftrag der jüdischen Kultusgemeinde Amberg. Antworten Sie mir bitte kurz: wie lange brauchen Sie für eine kompetente Antwort auf meine Fragen? Ich finde, dass der Brief (klicken Sie bitte zum runterladen auf den unteren Link) von mir an die Leute unserer JKG-Amberg mit voller Liebe und tieferer Weisheit geschrieben worden ist. Deshalb bitte ich Sie um Erlaubnis, Ihre Antwort ebenfalls in die Zeitung abzugeben.    

Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe.

Liebe Grüße

Alexander Makarov (Mitglied der jüdischen Gemeinde)

 

Erhaltene Antwort.

Sehr geehrter Herr Makarov,

nach Absprache mit Rabbiner Dr. Levinger, beantwortet er Ihre Fragen folgendermaßen:  Die Bestimmung der Texte und Größen der Grabsteine liegt eigentlich am lokalen Rabbiner. Dieses Grundprinzip wurde eingeführt, um ärmere nicht zu benachteiligen. Eine hebräische Inschrift ist das einzigst typische für jüdische Grabsteine. Jedoch eine persönliche Zufügung ist sicher nicht verboten und kann ein oder zwei Sätze in jeder beliebigen Sprache sein.

Meiner Meinung nach können einfache Zeichnungen angebracht werden, jedoch keine Portraits.

Aber wie bereits erwähnt, liegt die Entscheidung über das Aussehen der Grabsteine, einzig und allein an ihrem Rabbiner.

Mit freundlichen Grüßen 

Debora Dobrovinsky, Israelitische Kultusgemeinde, München und Oberbayern K.d.ö.R., Sekretariat des Rabbinats, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München, Tel.: +49-89-202400-221, Fax: +49-89-202400-222, www.ikg-m.de